Verknüpfung von Managementinstrumenten

Das Total Productive Management (TPM) – SolarWorld Scorecard: Perspektiven Prozesse und Kunden – steigert die Prozesseffektivität, indem es Best-Practice-Beispiele identifiziert (z.B. in Rüstworkshops) und diese konzernweit in Prozessstandards überführt. TPM erstreckt sich neben der Produktion auf den Technischen Service, die Logistik und die IT-Abteilung. Ziel ist es, Arbeitsbereiche und Prozesse schlanker zu gestalten und Verluste zu vermeiden. Dabei dienen interne Zielwerte zur Kostenreduktion und Effizienzsteigerung als Richtgröße. Diese kontinuierliche Verbesserung ist die Grundlage für weitere Innovationen. Als Zielindikator dient u.a. die Ermittlung der „Overall Equipment Efficiency“ (Gesamtanlageneffizienz), die das Produkt aus (Maschinen-) Verfügbarkeit, Leistung/Effizienz und Qualität ist. Am Standort Freiberg wird seit 2009 der TPM-Pokal ausgelobt. Er flankiert unser Ideen- und Innovationsmanagement am Standort.  Ideen managen mit betrieblichem Vorschlagswesen Im Zuge des Wachstums in den USA haben wir auch das lokale TPM intensiviert. Die Ergebnisse 2009 bestätigen: TPM führt zu Kosteneinsparungen. So konnte im Berichtsjahr ein zweistelliger Millionenbetrag durch gezielte TPM-Projekte eingespart werden.

Das Customer Relationship Management (CRM) – SolarWorld Scorecard: Perspektive Kunden – soll den bestmöglichen Service für unsere Kunden gewährleisten. Dazu müssen wir gezielt auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen. Bspw. hat die SolarWorld 2009 auf Kundenwunsch ein schwarzes Modul in die Produktpalette aufgenommen, denn die Optik spielt für bestimmte Kundengruppen eine entscheidende Rolle.  Innovationsziele und -schwerpunkte

Das Qualitätsmanagement (QM) – SolarWorld Scorecard: Perspektiven Prozesse und Kunden – stellt über definierte Standards die Qualität unserer Prozesse und Produkte sicher. Qualität definieren wir über die Ansprüche unserer Kunden. Als oberste Steuerungsgröße dient der Grad der Kundenzufriedenheit. Darüber hinaus prüfen wir im Rahmen unseres Qualitätsmanagementsystems auch permanent die Produktqualität unserer externen Lieferanten. Über regelmäßige Auditierungs- und Bewertungsverfahren gewährleisten wir eine stabile und hohe Qualität der Erzeugnisse und Waren unserer Zulieferer.  Kritische Lieferantenauswahl zahlt sich aus - Supplier Capital Nahezu alle SolarWorld Standorte arbeiteten im Berichtsjahr nach dem Qualitätsstandard ISO 9001. An unserem neuen US-amerikanischen Produktionsstandort Hillsboro streben wir in der ersten Jahreshälfte 2010 die Zertifizierung an.

Das Umweltmanagement (UM) – SolarWorld Scorecard: Perspektiven Prozesse und Gesellschaft – verbessert unsere Ressourcennutzung kontinuierlich. Umweltpolitik ist integraler Bestandteil unserer Qualitätspolitik: Durch ein integriertes Qualitäts- und Umweltmanagement begegnen wir Risiken in der Prozesskette und gewährleisten konzernweite Qualitäts-, Prozess- und Umweltstandards mit entsprechenden Effizienzgewinnen. Zielvereinbarungen und daraus abgeleitete Maßnahmen werden jährlich festgeschrieben. Dabei setzen wir uns zur Steigerung unserer Ökoeffizienz intern Reduktionsziele für den Verbrauch von Energie sowie der Abfall- und Abwassermengen und CO2eq-Emissionen. Unsere Ziele gehen über die gesetzlichen Vorschriften hinaus. Da die Zielwerte der internen Steuerung dienen, werden sie nicht offengelegt, aber über die erzielte Leistung wird jährlich berichtet.

So ermittelten wir unsere jährliche CO2-Bilanz auch 2009: Die konzernweiten Treibhausgasemissionen sind 2009 laut vorläufiger Schätzung analog zur Produktionssteigerung um 44,6 Prozent auf 139,3 (Vorjahr: 96,3) Tausend tCO2eq gestiegen. Verbessern konnten wir unsere durchschnittliche Emissionsintensität, d.h. die Emissionen pro produziertem Watt peak: Sie sank auf 164,5 (Vorjahr: 175,8) gCO2eq/Wp. Während der durchschnittlichen Modullebensdauer von 25 Jahren können mit den von uns 2009 verkauften Modulen insgesamt rund 4,6 (Vorjahr: 3,1) Mio. tCO2eq eingespart werden. Dadurch können Kosten für Umweltschäden in Höhe von 318,9 (Vorjahr: 219,7) Mio. € vermieden werden. Stellt man die durch unsere Module vermiedenen CO2eq-Emissionen den durch unser Unternehmen verursachten CO2eq-Emissionen gegenüber, ergibt sich für die SolarWorld eine positive CO2eq-Bilanz. Die vermiedenen Emissionen übertreffen unverändert um das 33-fache die verursachten.  Berichterstattung zur nachhaltigen Unternehmensführung

Im Rahmen des Umweltmanagements werden an den einzelnen Standorten jährlich konkrete Maßnahmen festgelegt und umgesetzt. Außerdem haben wir 2009 die Vorbereitungen für die Einführung der Zertifizierung nach ISO 14001 in den USA vorangetrieben. 2010 wird die SolarWorld konzernweit sowohl nach ISO 9001 als auch 14001 zertifiziert sein.

Interne Umweltaudits und die jährliche Erhebung der Kennzahlen dienen der Wirksamkeitskontrolle der Maßnahmen und der Zielerreichung. Zudem berichten die Umweltmanagementbeauftragten auf Basis eines internen Soll-Ist-Abgleichs an das Management.

Die externe Umweltkommunikation leistet unsere Abteilung Investor Relations im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung nach Global Reporting Initiative (GRI) und über die Veröffentlichung der Daten im jährlichen Carbon Disclosure Project (CDP). Ein betriebsinternes Umweltberichtswesen sowie Auditberichte und regelmäßige Management-Reports stellen die Information aller Führungsebenen im SolarWorld Konzern sicher. Unser Umweltberichtswesen umfasst ein vielschichtiges Statistiknetz aus Abfall-, Emissions-, Abwasser- und Stromstatistiken sowie Hilfsstoff- und Verbrauchsstatistiken. An dieser Stelle verweisen wir auf die Darstellung der ökologischen Leistungsindikatoren im Nachhaltigkeitsbericht. Berichterstattung zur nachhaltigen Unternehmensführung

Über unser Gesundheits- und Sicherheitsmanagement – SolarWorld Scorecard: Perspektiven Prozesse und Mitarbeiter – schaffen wir sichere Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter und unterstützen sie dabei, ihre Gesundheit zu schützen. Im Jahr 2009 wurden konzernweit regelmäßig Sitzungen der Arbeitssicherheitsausschüsse, arbeitsmedizinische Voruntersuchungen, Gefährdungsanalysen sowie Sicherheits- und Arbeitsschutzschulungen durchgeführt. Allen Gesellschaften steht ein eigener Sicherheitsbeauftragter zur Verfügung. Darüber hinaus setzen wir bei den produzierenden Gesellschaften spezielle Sicherheitsingenieure ein.

Konzernweit wächst das Gesundheits- und Sicherheitsmanagement zusehends zusammen. Durch das Zusammenwirken der neuen und der alten Standorte wird das System weiterentwickelt und standardisiert. In der Datenerfassung gibt es aufgrund der unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen teilweise unterschiedliche Definitionen. Diese Unterschiede werden im Kennzahlenteil des GRI-Berichts offengelegt. Berichterstattung zur nachhaltigen Unternehmensführung

Das Risikomanagement – SolarWorld Scorecard: alle Perspektiven – ist ein Instrument, das sämtliche Geschäftsbereiche erfasst. Die Risiken erheben wir konzernweit in allen Abteilungen. Abweichungen bei Frühindikatoren zeigen kurz- bis mittelfristige Risiken auf. Über die Leistungstreiber der Scorecard lassen sich langfristige Risiken identifizieren. Chancen- und Risikomanagementsystem

Die interne Revision wird durch eine unabhängige Stabsstelle im Vorstandsressort Finanzen ausgeführt. Gegenstand der Prüfung ist die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems (IKS). Neben ihrer Vergangenheitsorientierung in Form der (Re-)Assurance kommt der internen Revision eine beratende und richtungsweisende Funktion zu, da auch die Sinnhaftigkeit von Prozessen überprüft wird.

Neben den genannten Managementinstrumenten wurde im Berichtsjahr der SolarWorld Verhaltenskodex erarbeitet und in einer abstimmungsfähigen Version fertiggestellt. Der Inhalt wurde im Austausch mit Kollegen konzernweit entwickelt. Des Weiteren wurde die gesetzliche Kompatibilität mit dem deutschen sowie mit dem US-Recht überprüft. Der Kodex stellt einen freiwilligen konzernweiten Verhaltensstandard dar, der unser Handeln in Bereichen regelt, in denen keine wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen formuliert sind oder die bestehenden aus Sicht der SolarWorld nicht ausreichen. Der Verhaltenskodex ist daher konzernweit bindend. Basis des Verhaltenskodex ist das geltende internationale und nationale Recht. Zum Ende des Berichtsjahres lag der Verhaltenskodex dem Betriebsrat in Freiberg zur Abstimmung vor.

Zu der Verknüpfung unserer Managementinstrumente verweisen wir auch auf die Nachhaltige Konzernführung

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