Strategie und Handeln

SOLARWORLD CORPORATE STRATEGY 2009/2010+

Entsprechend unserer Vision „BUILD A SolarWorld“ baut unsere Strategie auf die Herstellung von Produkten für die dezentrale Stromversorgung! Der Anwendung von Solarstromtechnologie auf dem eigenen Dach gehört die Zukunft, da sie nahezu unbegrenzt und weltweit möglich ist. Deswegen sind unsere Produkte keine komplizierten Nischenprodukte, sondern auf den universellen Einsatz und einen großen weltweiten Markt ausgerichtet. Sie können in ihrer Funktionalität erweitert werden und sind so auch leicht zu integrieren in einen dezentralen Verbund mit anderen Versorgungseinheiten. Dies ist der Weg der SolarWorld zu einer unabhängigen, verlässlichen und umweltfreundlichen Energieversorgung.

Qualitätsführer mit einer starken Marke – das ist die strategische Route, die wir bereits vor zehn Jahren erfolgreich eingeschlagen haben. Unsere Maxime lautet, die Produkte, die wir anbieten, als vollintegrierter Solartechnologiekonzern über die gesamte Wertschöpfung herzustellen. Bei Lieferanten setzen wir auf Qualitäts- und Umweltstandards, die unseren Konzernspezifikationen entsprechen.

Damit bieten wir unseren Kunden über durchgängige Qualitätssicherung vom Wafer bis zum Solarsystem auf allen Kontinenten ein einheitliches Qualitäts- und Markenversprechen „Made by SolarWorld“. Und es verleiht uns die unternehmerisch notwendige Flexibilität, auf veränderte Marktparameter zeitnah und ertragssteigernd zu reagieren. So auch 2009: Das gestiegene globale Angebot an Wafern bei gleichzeitig sinkenden Preisen hat uns veranlasst, noch intensiver in die konzerneigene Wertschöpfung zu investieren. Mit erweiterten Modulkapazitäten in den solaren Kernmärkten Europas, Nordamerikas und Asiens werden wir unser Engagement auf dem Endkundenmarkt ab 2010 strategisch nochmals forcieren und unsere weltweite Marktstellung ausbauen.

Corporate Structure 2010+. Die SolarWorld zählt zu den größten Solarkonzernen weltweit und verfügt über Standorte in den wichtigen großen Wirtschaftsregionen. Strategisch relevant für unsere Investitionsentscheidungen an den Produktionsstandorten sind Infrastrukturfaktoren, die den hohen Anspruch an die Prozess- und Produktqualität sowie an die umwelt- und sozialbezogenen Standards garantieren. Unsere konzerneigenen Produktionen liegen daher in Freiberg/Deutschland sowie Hillsboro und Camarillo/USA; hier schaffen wir Beschäftigung an Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorten und senken unsere Komplexitätskosten. Mit dem Ziel, die logistische Nähe zum wichtigen Zukunftsmarkt Asien strategisch zu sichern, erweiterten wir darüber hinaus unser globales Produktionsnetzwerk um eine weitere Modulproduktion in Form eines Joint Ventures. Durch die Kooperation mit unserem südkoreanischen Partner profitieren wir von seinem kulturellen, regionalen und technischen Know-how im komplexen asiatischen Markt. Die Vertriebsstandorte der SolarWorld liegen in den wichtigsten solaren Wachstumsregionen. Weltweite Standorte des Konzerns Weltkarte

Die Abbildung dieser strategischen Managementsicht spiegelt auch die Anpassung unserer Konzern-Segmentstruktur im Berichtsjahr 2009 wider, in der regional zusammenhängende und vollintegrierte Produktions- und Funktionsbereiche zusammengefasst wurden. Grafik: Segmentstruktur und wertschöpfungsstufen Segmentstruktur angepasst

Corporate Technology 2010+. Unser konzernweites und integriertes – weil wertschöpfungs- und standortübergreifendes – Produktionskonzept setzt auf modernste Technologie. Unser Ziel: Synergie- und Effizienzpotenziale konzernübergreifend heben und kosten-, qualitäts- und umweltrelevante Wettbewerbsvorteile für das Endprodukt „Solarmodul“ weltweit einheitlich sichern. Forschungs- und Entwicklungserfolge greifen vom Rohstoff bis zum System; so konnte 2009 durch Zelleffizienzsteigerung und Reduktion der Waferdicke der Siliziumverbrauch pro Wattpeak gesenkt werden.

Unser internes Mindestziel 2009 lautete, die Degression nach dem deutschen Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) im Jahresdurchschnitt durch technischen Fortschritt in der internen Kostenstruktur zu kompensieren. Dieses Ziel haben wir im Berichtsjahr erreicht. Mit dem zusätzlichen Degressionsschritt zum 1. Juli 2010 soll der notwendige Fortschritt bei der Leistungsfähigkeit der Photovoltaik nach dem Willen des Gesetzgebers beschleunigt werden . EEG angepasst Die damit einhergehende Vergütungsreduktion ist 2010 in dieser Höhe nicht unmittelbar über Kostenreduktionen abzubilden. Dennoch wird die SolarWorld Kostensenkungsmaßnahmen verstärkt vorantreiben. Zwischenzeitlich nochmals weiterentwickelte Prozesse und Technologien der 2009 abgeschlossenen und 2010 geplanten Ausbauschritte werden den technischen Fortschritt der SolarWorld begünstigen und die Kostenstrukturen wiederum deutlich verbessern. Der Faktor Größe wird über Stückzahlen und Absatzmengen zu entsprechenden wettbewerbsentscheidenden Skalen- und Kosteneffekten führen.

Segmentstruktur und Wertschöpfungsstufen

So werden wir den Druck zusätzlicher Vergütungssenkungen im Leitmarkt Deutschland zunehmend schultern. Im Ergebnis bieten wir unseren Kunden ein anspruchsvolles Angebot an standardisierten Solarstromprodukten der Marke SolarWorld.

Corporate Brand 2010+. Unsere Marke gehört zu einem unserer wichtigsten Unternehmenswerte: Sie erlaubt uns einen wettbewerbsfähigen Preis für unsere Qualitätsprodukte zu erlangen und nachhaltig zu wachsen. Im Gegensatz zu etablierten Branchen ist die junge Solarindustrie noch immer einem höheren technologischen, ökonomischen und politischen Risiko ausgesetzt. Die Kunden schauen bei zunehmendem Angebot auf Qualitätsparameter wie maximale Erträge, Stabilität und Langlebigkeit. Und auch am Kapitalmarkt „verlangen“ Investoren zusätzliche Sicherheiten, um diese Risiken zu kompensieren. Eine starke Marke vermittelt dem Kunden nicht nur entsprechende Produkteigenschaften, sie reduziert auch das mit dem Kauf einer Solaranlage verbundene Risiko einer auf 25 Jahre angelegten Investition.

Unser Qualitätsversprechen, das wir über unsere Corporate Technology sichern, flankieren wir traditionell mit einem starken Vertrieb. Die Vertriebsmaxime der SolarWorld: Nahe am Kunden sein und mit den Kunden wachsen. Dennoch werden wir 2010 weiter in die Logistikprozesse investieren müssen, um den gestiegenen Mengen und den insbesondere durch Förderfristen entstehenden temporären Nachfragespitzen im Sinne unserer Kunden begegnen zu können. Über Investitionen in die Markenkommunikation transportieren wir dieses umfangreiche Qualitätsversprechen an potenzielle Kunden und sichern uns weltweit Marktanteile.

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