EINZELRISIKEN

Legende

Risikoeinschätzung

höher als im Vorjahr

niedriger als im Vorjahr

gleichbleibend zum Vorjahr

×

nicht vorhanden

Fristigkeit der Auswirkungen

kurzfristig:

ein bis drei Jahre

mittelfristig:

drei bis fünf Jahre

langfristig:

mehr als fünf Jahre

Vorbemerkung: Hinsichtlich der Risikoanalyse sowie bei der Angabe von Gegenmaßnahmen unterscheiden wir in der konzerneigenen Produktion nicht nach den berichtspflichtigen operativen Segmenten „Produktion Deutschland“ und „Produktion USA“. Ausnahmen bilden hingegen regional unterschiedlich zu bewertende Risikofaktoren.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Risiken

  1. Verschärfung der Finanzkrise und/oder der Rezession: sinkende Investitionsbereitschaft privater Endkunden; erschwerte Finanzierungsbedingungen für Investoren solarer Großprojekte
  2. Sinkende Haushaltsstrompreise: verspätetes Erreichen der Wettbewerbsfähigkeit von Solarstrom; verlangsamte Erschließung neuer Märkte

Eintrittswahrscheinlichkeit
(Probabilität)

  1. Niedrig: Die Rezession hat laut Wirtschaftsexperten bereits ihren Höhepunkt überschritten. Wir stufen deshalb das Risiko einer sinkenden Investitionsbereitschaft privater Endkunden als niedrig ein. Ihnen werden weiterhin Kredite im Rahmen von Fördermaßnahmen für Investitionen in Solarstromanlagen gewährt.
    Mittel:
    Das Risiko erschwerter Finanzierungen für Großprojekte schätzen wir als mittel ein. Nach Expertenmeinungen ist die schwierigste Phase der Finanzkrise überwunden. Dennoch könnte es kurzfristig Kreditengpässe für große Investitionsvorhaben geben.
  2. Niedrig: Wir schätzen das Risiko als niedrig ein. Sinkende Kosten der Primärenergieträger werden kaum an die Konsumenten weitergegeben, aufgrund weiter steigender Energienachfrage werden die Preise voraussichtlich auch künftig eher steigen.

Auswirkung
(Stärke, Fristigkeit)

  1. Mittel, kurzfristig: Ein Rückgang der Endkundennachfrage könnte einen mittelschweren Negativeffekt auf unseren Konzernumsatz und das Ergebnis haben.
    Gering, kurzfristig:
    Großprojekte stellen nur einen kleinen Anteil (9 Prozent) unseres Umsatzes dar; ein Rückgang dieser Investitionen hätte dementsprechend nur einen geringeren Negativeffekt für die SolarWorld.
  2. Mittel, mittelfristig: Haushaltsstrompreise haben mittelfristig einen Einfluss auf unser Geschäft, da durch das Anreizsystem für Eigenverbrauch vom Solarstrom die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen mittelfristig von Preiserwartungen für Haushaltsstrom beeinflusst wird.

Gegenmaßnahmen

  • Handel: Durch unsere Internationalisierungsstrategie streuen wir das Risiko eines Konsumrückgangs zwischen mehreren Märkten.  Zukünftige Absatzmärkte 2010+ • S. XX //
  • Produktion, Sonstiges: Durch kontinuierliche Kostensenkung und Effizienzsteigerung entlang der gesamten Wertschöpfungskette können wir unsere Preise wettbewerbsfähig gestalten.  Kosteneffizienz erhöhen

Politische und regulatorische Risiken

Risiken

Änderungen von Solarstrom-Fördergesetzen: verlangsamtes Marktwachstum aufgrund sinkender bis hin zu wegfallenden finanziellen Anreizen in einzelnen Ländern

Eintrittswahrscheinlichkeit
(Probabilität)

Hoch: In unseren Absatzmärkten Deutschland und Italien wurden Änderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen angekündigt, die voraussichtlich ab Mitte 2010 bzw. 2011 in Kraft treten werden.  EEG angepasst Europäische Märkte wachsen

Auswirkung
(Stärke, Fristigkeit)

Hoch, kurzfristig: Nachfragerückgänge aufgrund von veränderten regulatorischen Rahmenbedingungen in einzelnen Regionen könnten vorübergehend negative Einflüsse auf unseren Umsatz und das Ergebnis haben. Solange die Netzparität in den einzelnen Märkten nicht erreicht ist, wird die SolarWorld diesem Risiko ausgesetzt sein.

Gegenmaßnahmen

  • Handel: Das Risiko streuen wir durch unsere Internationalisierungsstrategie zwischen mehreren Märkten. Zukünftige Absatzmärkte 2010+
  • Segmentübergreifend: Kontinuierliche Kostensenkung und Effizienzsteigerung ermöglichen ein schnelleres Erreichen der Netzparität und damit eine weitgehende Unabhängigkeit von Förderanreizen sowie eine langfristige wettbewerbsfähige Preisgestaltung. Kosteneffizienz erhöhen

Risiken aus der Verstärkung des Wettbewerbs

Risiken

Steigerung des Wettbewerbsdrucks: Trend zur Konsolidierung auf allen Wertschöpfungsstufen der Branche, Preiswettbewerb, Überangebot

Eintrittswahrscheinlichkeit
(Probabilität)

Hoch: Durch die Entwicklung des Solarmarkts zu einem Endkundenmarkt steigt der Wettbewerbsdruck deutlich. Durch den Kampf um Marktanteile bei gleichzeitig weiter steigendem Angebot wird es zu Preissenkungen im Wafer- und Modulbereich kommen. Angebot steigt weiter

Auswirkung
(Stärke, Fristigkeit)

Mittel, mittelfristig: Potenzieller Marktanteilsverlust und erhöhter Margendruck infolge des steigenden Preiswettbewerbs können Negativeffekte auf Umsatz und Ergebnis haben. Aufgrund unserer soliden Marktstellung schätzen wir die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Risiko unseren Konzern wesentlich beeinflusst, als mittel ein.

Gegenmaßnahmen

  • Handel: Investitionen in den Ausbau der Marke SolarWorld; Differenzierung unserer Produkte durch Qualität, Service und Innovationen; Maßnahmen zur Kundenbindung. Markeninvestitionen forciert – Nachfrageeffekte für Konzern und Kunden
  • Produktion: Verstärkter Ausbau der Produktionskapazitäten im Zell- und Modulbereich zur Sicherung von Skalenvorteilen und Optimierung unserer Kostenstruktur Factbox Weltweite Produktionskapazitäten 2010+; Kostensenkung durch Effizienzsteigerung
  • Produktion: Auslastung der bestehenden und zukünftigen Waferkapazitäten durch den Verkauf unserer Wafer an einen breit gefächerten Kundenkreis sowie durch die interne Veredelung der Wafer hin zum Solarmodul.

Risiken aus alternativen Solarstromtechnologien

Risiken

Technologischer Durchbruch alternativer Solarstromtechnologien: Substitutionsgefahr für kristalline Technologien

Eintrittswahrscheinlichkeit
(Probabilität)

Mittel: Durch die gesunken Siliziumpreise haben sich bisherige Kostenvorteile alternativer Solarstromtechnologien gegenüber kristallinen reduziert. Dies gilt vor allem für den Dachanlagenmarkt. Das schwierigere Finanzierungsumfeld verschlechtert zudem die Erfolgschancen dieser Unternehmen, von denen bisher nur wenige im industriellen Maßstab produzieren können. Außerdem könnten künftige Regulierungsmaßnahmen, Entsorgungsrisiken sowie die Endlichkeit der eingesetzten Ausgangsstoffe wie Cadmium, Tellur und Indium diese Technologien negativ beeinflussen.  Angebot übersteigt Nachfrage

Auswirkung
(Stärke, Fristigkeit)

Mittel, langfristig: Ein potenzieller Marktanteilsverlust sowie ein steigender Preiswettbewerb mit erhöhtem Margendruck können einen Negativeffekt auf unseren Umsatz und das Ergebnis haben.

Gegenmaßnahmen

  • Produktion, Sonstiges: Kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung zur Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung
  • Produktion, Sonstiges: Regelmäßige, analytische Beobachtung der Entwicklung alternativer Technologien am Markt  Chancen- und Risikomanagementsystem

Risiken aus der Beschaffung

Risiken

  1. Angleichung von Kontrakt- und Marktpreisen für Silizium: Vorteilsreduktion langfristiger Siliziumkontrakte, höhere Beschaffungskosten als Wettbewerber
  2. Lieferengpässe bei Bausatzkomponenten, Hilfs- und Betriebsstoffen: Versorgungssicherheit gefährdet

Eintrittswahrscheinlichkeit
(Probabilität)

  1. Mittel: Mit steigendem Siliziumangebot vergrößert sich das Risiko, dass die Preise am Markt unter das Niveau von Langfristverträgen fallen könnten.
  2. Mittel: Die Solarindustrie ist noch eine junge Branche, so dass bei Lieferanten von industriespezifischen Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Bausatzkomponenten, wie zurzeit z.B. Wechselrichter, mit steigendem Marktwachstum Angebotsengpässe auftreten könnten.

Auswirkung
(Stärke, Fristigkeit)

  1. Mittel, kurzfristig: Gleichbleibende Beschaffungskosten könnten bei fallenden Wafer- und Modulpreisen eine Margenreduktion verursachen und somit einen negativen Einfluss auf unser Ergebnis haben. Als Siliziumgroßkunde haben wir gute und langfristige Beziehungen zu unseren Lieferanten, die uns Flexibilität bei Nachverhandlungen verschaffen. Wir schätzen die Auswirkung dieses Risikos für unser Geschäft als mittel ein. Beschaffung
  2. Mittel, kurzfristig: Engpässe bei der Lieferung von Bausatzkomponenten sowie Hilfs- und Betriebsstoffen können unsere Kostenstruktur negativ beeinflussen, Produktionsprozesse verlangsamen und dadurch unser Ergebnis reduzieren.

Gegenmaßnahmen

  • Produktion, Handel: Ausbau der Lieferantennetzwerke und Pflege der guten, langfristigen Lieferantenbeziehungen.  Zukünftige Beschaffung
  • Produktion, Handel: Internationales Beschaffungsmanagement sowie Lieferantendiversifikation steigert Unabhängigkeit von regionalen Engpässen.
  • Produktion, Handel: Einsatz von Alternativprodukten reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten.
  • Sonstiges, Produktion: Kontinuierliche Reduktion des Siliziumbedarfs pro Wattpeak

Ausfallrisiken

Risiken

Zahlungsunfähigkeit einzelner Kunden: Forderungenausfälle

Eintrittswahrscheinlichkeit
(Probabilität)

Hoch: Durch die steigenden Konsolidierungstendenzen am Markt erhöht sich das Risiko, dass Wafer- und Handelskunden zahlungsunfähig werden. Wir schätzen dieses Risiko für uns als hoch ein.

Auswirkung
(Stärke, Fristigkeit)

Mittel, kurzfristig: Vertragsausfälle und Nicht-Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen könnten einen negativen Einfluss auf das Ergebnis haben.

Gegenmaßnahmen

  1. Handel: Risikostreuung auf deutlich mehr als 100 internationale Systemintegratoren, Fachgroßhändler und Installateure als Kunden.
  2. Produktion, Handel: Laufende Überwachung und Analyse des Forderungsbestandes sowie gezielte Abschlüsse von Kreditversicherungen.

Absatz- und Preisrisiken

Risiken

  1. Steigender Preisdruck und erhöhtes Angebot: Sinkende Nachfrage nach unseren Produkten
  2. Minderabnahme: Nichterfüllung langfristiger Waferverträge

Eintrittswahrscheinlichkeit
(Probabilität)

  1. Mittel: Durch die zunehmende Internationalisierung, höhere Wettbewerbsintensität und Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Kernmarkt Deutschland dürften Preis- und Kostendruck am Markt ausgeübt werden. Es könnte verstärkt Nachfrageverschiebungen bei Kunden geben, die ihre Kaufentscheidung ausschließlich über den Preis treffen.  Der zukünftige Solarstrommarkt
  2. Hoch: Aufgrund der gesunkenen Marktpreise und des gestiegenen Waferangebots ist davon auszugehen, dass 2010 nicht alle Waferkunden ihren vertragliche Abnahmeverpflichtungen nachkommen werden bzw. Nachverhandlungen verlangen.

Auswirkung
(Stärke, Fristigkeit)

  • Mittel, kurzfristig: Keiner unserer Kunden im Wafer oder Handel ist für mehr als elf Prozent unseres Umsatzes verantwortlich. Absatz- und Vertragsausfälle könnten einen negativen Einfluss auf Ergebnis und Auftragslage haben. Sie könnten auch zum Aufbau von Vorratsbeständen führen. Bei Stornierung von langfristigen Verträgen würden die bereits geleisteten Kundenanzahlungen einbehalten.

Gegenmaßnahmen

  • Produktion: Flexibilität durch vertikale Integration: Schaffung von Kapazitäten, um nicht abgerufene Wafermengen in der eigenen Wertschöpfungskette zu Markenmodulen weiter verarbeiten können.
  • Handel: Weiterer Markenausbau und Qualitätspositionierung als Maßnahmen zur Kundenbindung. Risikostreuung auf deutlich mehr als 100 internationale Systemintegratoren, Fachgroßhändler und Installateure als Kunden.

Unternehmensstrategische Risiken

Risiken

Fehleinschätzungen von zukünftigen Entwicklungen: Investitions- und Technologiefehlentscheidungen, mangelnde Marktakzeptanz für neu entwickelte Produkte

Eintrittswahrscheinlichkeit
(Probabilität)

Gering: Dank unserer langjährigen Markterfahrung und des Abschlusses wichtiger Partnerschaften sowie strategischer Allianzen schätzen wir den Eintritt dieses Risiko als gering ein.

Auswirkung
(Stärke, Fristigkeit)

Hoch, langfristig: Marktanteils-, Image- und Kapitalverluste aufgrund strategischer Fehlentscheidungen könnten negative Auswirkungen auf die Wirtschaftslage unseres Konzerns haben. Mangelnde Akzeptanz für neue Produkte könnte Umsatz und Ergebnis negativ beeinflussen.

Gegenmaßnahmen

  • Segmentübergreifend: Trenderkennung am Markt durch Marktanalysen in allen Geschäftssegmenten sowie langfristige Beziehungen mit Kunden, Lieferanten und politischen Entscheidungsträgern. Chancen- und Risikomanagementsystem
  • Produktion, Sonstiges: Abschluss von strategischen Allianzen und Joint Ventures zur Aufsplittung des Investitionsrisikos
  • Sonstiges: Breit aufgestellte Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie Kooperationen mit Hochschulen und Forschungszentren  Innovationsbericht 2009

Personalrisiken*

Risiken

Engpass an qualifizierten Fach- und Führungskräften: Schwierigkeiten bei der Besetzung von Schlüsselpositionen

Eintrittswahrscheinlichkeit
(Probabilität)

Gering: Aufgrund unserer Reputation als guter Arbeitgeber und des verstärkten Personalmarketings schätzen wir dieses Risiko für uns als gering ein. Zudem ist durch das Wachstum der Solarbranche das Interesse an Solarunternehmen im Arbeitsmarkt gestiegen.

Auswirkung
(Stärke, Fristigkeit)

Mittel, mittelfristig: Potenzielle Reduktion des Technologievorsprungs und des Unternehmenswachstums aufgrund von Fachkräftemangel kann einen negativen Einfluss auf unseren Umsatz und das Ergebnis haben.

Gegenmaßnahmen

  • Segmentübergreifend: Gezielte, bedarfsorientierte Kompetenzentwicklung für unsere bestehenden Mitarbeiter
  • Segmentübergreifend: Stärkung der Arbeitgeberattraktivität, Hochschulmarketing, Forschungskooperationen Mitarbeiter – Zukünftige Entwicklung
  • Segmentübergreifend: Mitarbeitermotivation durch starke Führungs- und Unternehmenskultur, Arbeitszeitmodelle und gewinnorientierte, variable Vergütungssysteme
  • Segmentübergreifend: Definition von Stellvertretungen und Befugnissen im Rahmen unseres Qualitätsmanagementsystems
* An dieser Stelle verweisen wir zudem auf die erhobenen sozialen Leistungsindikatoren im integrierten Nachhaltigkeitsbericht. Dort werden weitere Risiken aus der Perspektive des Stakeholders „Mitarbeiter“ aufgeführt. Berichterstattung zur nachhaltigen Unternehmensführung/Soziale Leistungsindikatoren

IT-Risiken

Risiken

Störungen im Betrieb der IT-Systeme und der Netzwerke: Gefährdung der Datensicherheit und Arbeitsunterbrechungen an den Standorten weltweit

Eintrittswahrscheinlichkeit
(Probabilität)

Mittel: Unsere IT-Systeme erfüllen die neuesten Sicherheitsstandards und werden regelmäßig gewartet.

Auswirkung
(Stärke, Fristigkeit)

Mittel, langfristig: Produktivitätseinbußen durch Unterbrechung von Produktions- und Arbeitsabläufen könnten einen Negativeinfluss auf unsere Arbeitsproduktivität haben.

Gegenmaßnahmen

  • Segmentübergreifend: Regelmäßige Investitionen in Updates sowie Soft- und Hardwaresysteme; aktuelle Virenprogramme sowie Firewalls reduzieren das Risiko von Virenbefall und Hackerangriffen; zertifizierte Systeme erhöhen Sicherheit und Zuverlässigkeit
  • Segmentübergreifend: Trennung der IT-Systeme von Produktion und Verwaltung zur Risikominimierung möglicher Ausfälle
  • Segmentübergreifend: Regelmäßige mehrfach tägliche Datensicherungen

Liquiditätsrisiken

Risiken

  1. Kreditklemme: Erschwerter Zugang zu Kreditmärkten; steigende Finanzierungskosten durch Ausweitung der Zinsspreads und Laufzeitverkürzung bei der Kreditvergabe
  2. Nicht-Erreichung von Finanzkennzahlen: Kündigung von Fremdkapitalmitteln

Eintrittswahrscheinlichkeit
(Probabilität)

  1. Gering: Wir schätzen das kurzfristige Risiko für uns aufgrund unserer langfristigen Kreditverträge sowie unserer hohen Liquidität als gering ein. Sollte sich die Lage im Kreditgeschäft mittel- bis langfristig nicht entspannen, müssten wir bei weiteren Finanzierungsmaßnahmen von Spread-Ausweitungen ausgehen.
  2. Gering: Im Geschäftsjahr wurden die Finanzkennzahlen regelmäßig deutlich überschritten.

Auswirkung
(Stärke, Fristigkeit)

  1. Mittel, mittelfristig: Erschwerte Kreditzusagen hätten einen mittelschweren negativen Einfluss auf die Finanzierungsmöglichkeiten unserer Ausbaupläne.
  2. Mittel, mittelfristig: Vorzeitiger Refinanzierungsbedarf bei potenziell schlechteren Konditionen

Gegenmaßnahmen

  • Segmentübergreifend: Diversifizierung und Ausbau der Kapitalbasis unseres Konzerns durch abgeschlossene Kapitalmaßnahmen in den vergangenen Jahren. 2009 wurde zusätzlich ein Konsortialkredit abgeschlossen.  Liquiditätsanalyse Anfang 2010 haben wir eine Anleihe über 400 Mio. € am Kapitalmarkt platziert.  Zukünftige Liquidität

Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken

Risiken

Währungs-, Zins- und Preisrisiken

Eintrittswahrscheinlichkeit
(Probabilität)

Mittel bis hoch: Durch die Beschaffung von Rohstoffen insbesondere in US-Dollar sowie den Verkauf von US-Produkten in anderen Währungsräumen sind wir Währungsrisiken ausgesetzt. Als international tätiges Unternehmen sind wir auch von Zins- und Preisrisiken betroffen.

Auswirkung
(Stärke, Fristigkeit)

Mittel, langfristig: Einfluss auf das Finanzergebnis unserer Geschäftstätigkeit. Dank der proaktiven, regelmäßigen, sorgfältigen Prüfung unserer finanzwirtschaftlichen Instrumente schätzen wir diese Risiken als kontrollierbar ein.

Gegenmaßnahmen

Rechtliche Risiken

Risiken

Rechtsrisiken: Vielfältige steuerliche, wettbewerbs-, patent-, kartell-, marken- und umweltrechtliche Regelungen im Rahmen unserer internationalen Geschäftstätigkeit

Eintrittswahrscheinlichkeit
(Probabilität)

Gering: SolarWorld sind derzeit keine Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, Patentverletzungen sowie weitere rechtliche Risiken, die die geschäftliche Lage unseres Unternehmens erheblich beeinflussen könnten, bekannt.

Auswirkung
(Stärke, Fristigkeit)

Mittel, langfristig: Rechtsstreitigkeiten könnten sich auf das Ergebnis unserer Geschäftstätigkeit durch Bindung von Finanzmitteln und Gefährdung unserer Reputation und Marke auswirken.

Gegenmaßnahmen

  • Segmentübergreifend: Integrierte rechtliche Beratung von externen spezialisierten Rechtsexperten

Gewährleistungs-, Haftungs- und sonstige Risiken*

Risiken

  1. Gewährleistungsrisiken: Gewährung einer Garantie mit einer Laufzeit von 25 Jahren auf die von uns vertriebenen Solarmodule. Seit dem 1. Januar 2010 handelt es sich um eine lineare Leistungsgarantie.
  2. Sonstige betriebsübliche Haftungsrisiken

Eintrittswahrscheinlichkeit
(Probabilität)

  1. Gering: Durch die sorgfältige Prüfung unserer Prozess- und Produktqualität schätzen wir das Risiko der Inanspruchnahme unserer Produktgarantie als gering ein.
  2. Gering: Dank der proaktiven und regelmäßigen Kontrolle hinsichtlich Gefahren-, Sicherheits- und Arbeitsschutz an unseren Standorten schätzen wir den Eintritt solcher Risiken als gering ein.

Auswirkung
(Stärke, Fristigkeit)

  1. Mittel, langfristig: Potenzielle negative Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Garantiefall
  2. Mittel, langfristig: Produktionsausfall, Verlust von Vermögenswerten, potenzielle Schadensersatzansprüche

Gegenmaßnahmen

  • Segmentübergreifend: Bilanzielle Risikovorsorge für unsere Gewährleistungsgarantie durch Bildung einer Rückstellung.  Anhang/Lang- und kurzfristige Rückstellungen
  • Segmentübergreifend: Absicherung sonstiger Risiken durch einen umfangreichen Versicherungsschutz mit marktüblichem Konzept; regelmäßige Überprüfung der Deckungskonzepte unserer Risiken auf Grundlage von Standortbesichtigungen.
* An dieser Stelle verweisen wir zudem auf die erhobenen Leistungsindikatoren im integrierten Nachhaltigkeitsbericht. Dort werden weitere Risiken aus der Perspektive der Stakeholder der SolarWorld aufgeführt. Berichterstattung zur nachhaltigen Unternehmensführung/Leistungsindikatoren
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