Leistungswirtschaftliche Chancen

Kosten weiter senken. Die Siliziumpreise sollen nach Expertenmeinungen weiterhin auf einem niedrigen Niveau bleiben bzw. sogar weiter sinken. Der zukünftige Solarstrommarkt Daraus ergeben sich für die SolarWorld als Produzent von siliziumbasierten Solarstromprodukten Chancen, die Herstellungskosten weiter zu senken. Auch intern arbeiten wir ständig daran, unsere Produktionsprozesse zu optimieren. So haben wir bspw. ein neues Design für die Aluminiumrahmen unserer Module entwickelt, das es uns ermöglicht, den Aluminiumbedarf ab 2010 zu verringern und gleichzeitig die Rahmensfestigkeit und damit die Modulqualität zu erhöhen. Innovationsziele und -schwerpunkte

Logistikeffizienz verbessern. Auch aus der effizienteren Gestaltung unserer Vertriebswege ergeben sich Chancen für uns. So konnten wir am deutschen Produktionsstandort Freiberg mit der Umstellung des Lagers auf ein Vierschichtsystem unsere Lieferzeiten im Berichtsjahr verkürzen. Dadurch sind wir in der Lage, das wachsende Absatzvolumen unserer Produkte bedarfsgerecht und zeitnah an den Märkten zu platzieren. Mit einer weiteren Optimierung unserer Lieferprozesse im Laufe des Jahres 2010 wollen wir einen schnelleren Produktdurchlauf erreichen und damit den Absatz steigern.

Recycling gewinnt an Bedeutung. Weitere leistungswirtschaftliche Potenziale ergeben sich für die SolarWorld aus dem Ausbau unserer Recycling-Kapazitäten. Bereits heute können wir im Segment „Produktion Deutschland“ rund 21 Prozent des eingesetzten Siliziums intern generieren. Damit stärken wir unsere Rohstoffbasis und senken Kosten.

Außerdem übernehmen wir aktiv unsere Herstellerverantwortung für das Recycling von Solarstromprodukten und vermeiden damit teure gesetzliche Zwangslösungen. Die SolarWorld engagiert sich als einer der Mitinitiatoren im Industrie-Konsortium PV CYCLE www.pvcycle.org für ein europaweites freiwilliges Recycling-Programm. Bisher ist ein Rücknahmesystem für Solarhersteller weder nach dem deutschen Elektrogesetz (ElektroG) verpflichtend noch nach den EU-weiten Regelungen (WEEE-Richtline: Waste Electrical and Electronic Equipment; RoHS-Richtlinie: Restriction of Hazardous Substances). Der Druck, eine verbindliche Regelung einzuführen, wächst aber: In Deutschland ist die Installation von Solar-Freiflächenanlagen bereits ab 2010 nur noch dann erlaubt, wenn die Rücknahme wie bei der SolarWorld gesichert ist. Bei Förderkrediten der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wird die Rücknahme voraussichtlich ab Ende 2010 auch für kristalline Module verpflichtend.

Diese Entwicklung bietet der SolarWorld als einem führenden Anbieter von Recyclingdienstleistungen eine enorme Chance. Wettbewerbsvorteile ergeben sich dabei aus der Breite unserer Aktivitäten: Wir bieten unser Recycling sowohl für Nebenprodukte der Solar- als auch der Halbleiterherstellung und -verarbeitung an, vom Wafer- und Zellbruch bis hin zu allen handelsüblichen kristallinen Solarmodulen.

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