ERWARTETE ERTRAGS- UND FINANZLAGE

Voraussichtliche Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Wir werden 2010 unsere Produktionsmenge planmäßig um mehr als 30 Prozent steigern, d.h. unsere Wachstumsgeschwindigkeit wird beibehalten. Unsere Investitionen in den Kapazitätsausbau, in Forschung und Entwicklung sowie die Bekanntheit der Marke SolarWorld werden wir intensivieren; auch hierbei sind unsere hohe Eigenkapitalquote und Liquidität ein großer Wettbewerbsvorteil. Vor dem Hintergrund der zum Berichtszeitpunkt schwebenden gesetzlichen Rahmenbedingungen im Kernmarkt Deutschland planen wir, das Umsatzniveau des Vorjahres von 1 Mrd. € nachhaltig zu überschreiten.

Dabei wird es weiterhin zu einer Verlagerung von Wafermengen aus Langfristverträgen hin zur Veredelung zu Solarmodulen oder -bausätzen kommen. Beim Jahresergebnis wird ausschlaggebend sein, welche Preisdegression auf der Kostenseite aufgefangen werden muss und kann.

Zukünftige Dividende und Ausschüttung. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 20. Mai 2010 aufgrund der soliden Ergebnisentwicklung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2009 eine Dividende von 16 (Vorjahr: 15) Cent je Aktie auszuschütten. Über die Verwendung des Bilanzgewinns aus dem Einzelabschluss der Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2009 mit einer Ausschüttungssumme von 17,88 Mio. € für die 111,72 Mio. dividendenberechtigten Stückaktien wird die kommende Hauptversammlung beschließen. Unsere aktionärsorientierte Dividendenpolitik wird durch Ergebnisabführungsverträge mit den wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften auf ein breites Fundament gestellt.

Nach Beschlussfassung zur Ausschüttung einer Dividende wird der verbleibende Bilanzgewinn der SolarWorld AG in Höhe von 89,6 Mio. € in die Gewinnrücklage eingest ellt werden. Darüber wird die Eigenkapitalbasis des SolarWorld Konzerns zur Finanzierung weiterer Investitionsvorhaben gesichert.

Die SolarWorld AG wird aus heutiger Sicht auch mit Blick in die weitere Zukunft ihre konstante Dividendenpolitik fortsetzen – unter der Prämisse eines entsprechenden Bilanzgewinns sowie unter Abwägung der Liquiditätsentwicklung und erforderlicher Investitionen. Hauptversammlung 2009 beschließt Deckelung der Vorstandsgehälter und Dividende

Geplante Finanzierungsmaßnahmen. Im Januar 2010 hat die SolarWorld AG eine Anleihe mit einem Volumen von 400 Mio. € am Kapitalmarkt platziert. Unter Berücksichtigung dieser Maßnahmen, der vorhandenen Liquidität und der nachhaltigen Ertragskraft der SolarWorld verfügen wir aus heutiger Sicht über genügend Finanzmittel um unsere kurz- und mittelfristigen Wachstumsziele zu finanzieren und gleichzeitig jederzeit eine strategische Liquiditätsreserve vorzuhalten.

Geplante Investitionen. Der weltweite Ausbau der Produktionskapazitäten wird 2010 planmäßig fortgeführt. Der überwiegende Teil der Investitionsausgaben wird wie im Vorjahr auf die Standorte in Freiberg/Deutschland sowie Hillsboro/USA entfallen. In Freiberg werden wir den Ausbau der dortigen Waferproduktion fortführen und gleichzeitig die Kapazität der Modulproduktion bis Ende 2010/Anfang 2011 auf rund 450 MW ausbauen. In Hillsboro wird der Ausbau der dortigen Produktionskapazität der integrierten Zell- und Waferfertigung fortgeführt und der Ausbau der Modulproduktion auf 350 MW vorangetrieben. Die Kapazität der Modulproduktion unseres Joint Ventures in Südkorea wird ebenfalls im Laufe des Jahres 2010 weiter erhöht.
Der Aufbau des zentralen Forschungs- und Technologiezentrums am Standort Freiberg wird im Jahr 2010 planmäßig abgeschlossen.

Wir rechnen derzeit mit einem konzernweiten Investitionsvolumen 2010 von bis zu 300 Mio. €.

Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität. Zum 31. Dezember 2009 betrug die freie Liquidität (flüssige Mittel und sonstige finanzielle Vermögensgegenstände) 509,7 (31. Dezember 2008: 836,1) Mio. €. Aus der Platzierung einer Anleihe zu Beginn 2010 sind der SolarWorld AG darüber hinaus weitere liquide Mittel in Höhe von 400 Mio. € zugeflossen.

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